Aus den Büchern, aus der Bibliothek – von der Freude Exlibris zu sammeln

26. März 2012 | 0 Kommentare

Ein Exlibris (aus dem Lateinischen übersetzt „aus den Büchern, aus der Bibliothek“, weshalb die Vielzahl/der Plural auch Exlibris und nicht Exlibri heißt, auch Bucheignerzeichen, Bücherzeichen oder Bibliothekenzeichen genannt) ist ein kleines Einklebeblatt für Bücher, das den Besitzer kenntlich macht.

Sinn eines Exlibris war es ursprünglich, ein entliehenes Buch unversehrt zurückzuerhalten. Dazu reichte früher oft ein einfaches Blatt nur mit (manchmal sogar ohne) der Schrift, z.B. „Exlibris Adam Becker“ (typographisches Exlibris) oder ein Blatt mit Schrift und Bild (graphisches Exlibris).

Die Blätter werden in der Regel auf der Innenseite (Spiegel) des vorderen Buchdeckels angebracht. Das Exlibris kann aber auch am Ende des Buches kleben, damit der Entleiher nach beendeter Lektüre weiß, wem er das Buch zurückzugeben hat. » weiter … «

Adieu, Kindle – Von den Gefahren, die lauern, wenn man sich von Printprodukten verabschieden und auf eBooks umsteigen will

24. März 2012 | 0 Kommentare

Letztes Jahr war ich beruflich sehr viel auf Reisen, und da ich im Handgepäck nur sehr wenig Platz für die Reiseliteratur hatte, schaffte ich mir nach einigen Recherchen im Frühsommer einen Kindle 3 (mit Tastatur und WLAN) an. Technisch wirkte das Gerät am ausgereiftesten, und mit Calibre sollte man damit auch EPUB und andere Formate ins interne Mobi-Derivat umwandeln können, so daß ich annahm, dies würde ausreichen.

Zu der Zeit war für meine Lieferadresse Amazon USA zuständig, also bestellte ich dort das Gerät, das auch relativ zügig geliefert wurde. In der Folgezeit sparte ich schon einiges an Bücherregalplatz ein – eine Tatsache, die auch meine Frau sehr erfreulich fand. » weiter … «

Anderswo :: Beleidigung des Lesers

14. März 2012 | 0 Kommentare

Verlage beschäftigen heutzutage kaum noch Korrektoren. Mit verheerenden Folgen: Mittlerweile gibt es kaum noch Bücher, die verlässlich druckfehlerfrei sind.

Deutschlandradio – politisches Feuilleton

Erkenntnis des Vollkommenen

12. März 2012 | 0 Kommentare

Ich lese gerade das Buch Erkenntnis des Vollkommenen. Wege der Vernunft zu Gott des Philosophen Josef Seifert, erschienen 2010 im Lepanto-Verlag (Bonn). Meiner Ansicht nach ein großartiges Werk, das den religiösen Glauben des Christen mit vernünftigen Gedanken durchdringt – ein Text von großer philosophischer Erkenntniskraft.

Daß zwischen Glauben und Wissen, zwischen Religion und Wissenschaft kein Widerspruch besteht, ist von prominenten Vertretern beider Orientierungsformen schon oft behauptet worden. Vernunft kann weder von der Kirche noch von der Universität exklusiv für den je eigenen Zugang zur Welt reklamiert werden. Darin besteht große Einmütigkeit. Der Verfasser, zuletzt Professor in Santiago de Chile, geht einen Schritt weiter, indem er – das „allgemeine Vorurteil“ (Hegel) einer Unmöglichkeit des Gottesbeweises nach Kants „kopernikanischer Wende“ in der Erkenntnistheorie bewußt überwindend – der Frage nachspürt, ob sich der Gegenstand von religiösem Glauben, also: Gott, mit den Mitteln der Vernunft, also: durch Denken, ergründen lasse.

Seifert schließt dabei an Thomas von Aquins bejahende Antwort an, rekonstruiert diese nach eigener Art, ergänzt die Fünf Wege des Aquinaten um zwei neue Wege der Gotteserkenntnis (Beweis aus der moralischen Ordnung der Welt und Beweis aus der Liebe), um schließlich zum ontologischen Gottesbeweis hinzuführen, dem, wie er sagt, Achten Weg. Lesenswert!

Die vollständige Rezension  ist hier zu finden.

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Sammelobjekt – Reclams Universal-Bibliothek

6. März 2012 | 0 Kommentare

Der Text von Dr. Karl-Heinz Fallbacher wurde mit freundlicher Genehmigung des Verlags dem Band Die Welt in Gelb. Zur Neugestaltung der Unversal-Bibliothek1 entnommen.

Wie viele Reclam-Sammler es geben mag? Schwer zu sagen. Nimmt man die Anzahl der auf ZVAB antiquarisch angebotenen Bände der Universal-Bibliothek als Maßstab, dann kann der Markt nicht groß sein, aber vermutlich werden Reclam-Hefte eher auf Flohmärkten gehandelt. Einen Angebotsmangel kann es angesichts der Millionen Bände, die in der langen Geschichte der UB gedruckt wurden, jedenfalls nicht geben. Dem Verlag selbst werden immer wieder einzelne  alte Ausgaben angeboten, und Ende der 80er Jahre hat er aus einem Nachlaß tatsächlich einmal eine große, ziemlich vollständige und guterhaltene Sammlung der Universal-Bibliothek aus Leipziger Vorkriegszeiten angekauft. Umgekehrt gehen im Verlag regelmäßig Anfragen nach bestimmten, im Handel nicht mehr erhältlichen Bänden ein, die sich allerdings meist auf nach 1945 erschienene Titel beziehen, auf Bände, die man selbst vielleicht in der Schulzeit gelesen hat und die man jetzt gerne wieder besitzen möchte. Der Verlag selbst kann bei Anfragen nach alten Bänden nur in Ausnahmefällen direkt helfen, aber er weiß jemanden zu nennen, der viele dieser Wünsche tatsächlich erfüllen kann: Georg Ewald in Frankfurt. » weiter … «

  1. Kann kostenfrei hier bestellt werden. []