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	<title>BuchBlog</title>
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	<description>der Buchhandlung Falk</description>
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		<title>Buchmacher</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 16:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[stuff]]></category>

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		<description><![CDATA[Click here to view the embedded video.
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		<title>Social Business &#8211; Von der Vision zur Tat</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 19:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Kaiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit seinem Programm Die Armut besiegen beabsichtigt der Wirtschaftsprofessor und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus nichts Geringeres als genau das: den (bisher noch) Armen Chancen zu bieten, aktiv am Wirtschaftsleben teilzuhaben und weltweit die Armut abzuschaffen. Dass es hier um kein Gedankenexperiment eines Sozialromantikers, sondern um ein in der Realität umsetzbares Projekt geht, für welches sich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/04/1848_0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1762" title="Social Business" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/04/1848_0-181x300.jpg" alt="" width="181" height="300" /></a>Mit seinem Programm <em>Die Armut besiegen</em> beabsichtigt der Wirtschaftsprofessor und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus nichts Geringeres als genau das: den (bisher noch) Armen Chancen zu bieten, aktiv am Wirtschaftsleben teilzuhaben und weltweit die Armut abzuschaffen. Dass es hier um kein Gedankenexperiment eines Sozialromantikers, sondern um ein in der Realität umsetzbares Projekt geht, für welches sich in jüngster Vergangenheit auch bereits international tätige Unternehmen als wertvolle Partner gefunden haben, schildert Yunus mit beeindruckender Begeisterung.</p>
<p>Alles begann 1974 mit einem Kredit in Höhe von umgerechnet 27 US-Dollar. Mit dieser (für die westliche Hemisphäre) lächerlichen Summe kaufte Yunus in einem Dorf in Bangladesch 42 Opfer von Geldverleihern, die Wucherzinsen nahmen, frei. Daraus entstand die Idee, Kreditwürdigkeit auch bei Besitzlosen vorauszusetzen, um ihnen eine Chance für die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu geben. Nachdem Yunus zunächst selbst für die Hilfsbedürftigen bürgte, machte er die Erfahrung, dass diese ihre Schulden pünktlich zurückzahlten und gründete die Grameen-Bank, die zukünftig sogenannte Mikrokredite an die Armen vergab. Diese wiederum konnten sich damit langfristig als selbständige Kleinunternehmer eine stabile Existenz sichern (zum Beispiel mit dem Verkauf von handgefertigten Produkten oder auch als Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen). Die Grameen-Bank hat heute über 2500 Filialen, die eigenständige Erwerbstätigkeit ist für die Mittellosen eine reale Option geworden. Darüber hinaus sind die Sozialunternehmen der Grameen-Gruppe inzwischen unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Telekommunikation und Bildung tätig.<span id="more-1750"></span></p>
<p>Allen Sozialunternehmen ist gemein, dass sie die nachhaltige Verbesserung eines sozialen Problems anstreben und dafür alle Gewinne dem Unternehmen wieder zugute kommen lassen anstatt sie an die Eigentümer auszuschütten. Yunus setzt nicht auf Ströme von Spendengeldern, die letztendlich oft Abhängigkeit und Korruption fördern. Geboren in Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, sieht er die Notleidenden nicht als Objekte, die es zu versorgen gilt. Sein Ziel ist es, sie dahingehend zu unterstützen, dass sie produktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen, um schließlich nicht mehr auf fremde Unterstützung angewiesen zu sein.</p>
<p>Yunus verdeutlicht, dass die freie Marktwirtschaft mit ihren bisherigen Reformen nicht im Sinne der gesamten Menschheit ist. Sie schafft und verschlimmert vielmehr soziale Probleme. Die zahlreichen gemeinnützigen Organisationen können diese auch nicht lösen, da sie von Spenden abhängig sind. Sozialunternehmen, die im Übrigen auf dem weltweiten Arbeitsmarkt durchaus als attraktive Arbeitgeber bestehen können, bieten hier eine wertvolle Ergänzung zum kapitalistischen System.</p>
<p>Während klassische Unternehmen einzig und allein das Ziel der Gewinnmaximierung verfolgen, sieht Yunus viel Potenzial bei der jungen und sozial vernetzten Managergeneration, die sich globaler Probleme eher bewusst und offener gegenüber sozialer Verantwortung ist. Dabei ist Yunus weder Antikapitalist noch Globalisierungsgegner. Er ist lediglich davon überzeugt, dass der Mensch nicht nur mehr kann, sondern im tiefsten Inneren in der Regel auch mehr will als Gewinne anzuhäufen. Finanzielle Gewinne, die im Unternehmen verbleiben, dienen als Ressource für neue Projekte, und eine geregelte Globalisierung bietet viele Chancen, weltweit soziale Missstände anzugehen.</p>
<p>Sozialunternehmen bergen viel Leistungspotenzial für die Weltwirtschaft; sie sind lediglich noch nicht ausreichend bekannt. In <em>Social Business. </em><em>Von der Vision zur Tat</em> gibt Yunus konkrete Planungs- und Handlungsempfehlungen für die Gründung von und die Arbeit in Sozialunternehmen. Ohne dass es eines großen Budgets bedarf kann sich jeder – hier meint Yunus tatsächlich <span style="text-decoration: underline;">jeden</span> vom Arbeitslosen bis hin zum Spitzenmanager &#8211; in ein Sozialunternehmen einbringen, jeder soll dabei seine individuellen Interessen und Leidenschaften verfolgen und somit Spaß an der Arbeit haben, denn so sind Erfolge nicht zu vermeiden.</p>
<p>Yunus verschweigt auch nicht die Risiken und eigene bisherige Fehleinschätzungen und Rückschläge. Er drängt darauf, sich kleine Ziele zu setzen, dafür aber im unmittelbaren Umfeld schnell aktiv zu werden, um eben auch aus der Praxiserfahrung zu lernen und eventuell falsche Herangehensweisen zeitnah zu korrigieren. Sein Menschenbild bleibt dabei positiv, und seine Ideen und Ziele, welche geistige Flexibilität und ständige Weiterentwicklungsbereitschaft voraussetzen, behält er dabei immer im Blick. Bei entsprechender Motivation hat jeder die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten. Im Zeitalter der Finanz-, Nahrungsmittel- und Umweltkrisen könnte sein Anliegen nicht aktueller und wichtiger sein, denn:</p>
<blockquote><p>„[Die Armut] ist die vielleicht größte Bedrohung für den Weltfrieden. Sie ist noch gefährlicher als der Terrorismus, der religiöse Fundamentalismus, der Rassenhass, politische Konflikte und all die anderen Kräfte, die als Ursachen von Gewalt und Krieg genannt werden. Die Armut führt in die Hoffnungslosigkeit, die den Menschen oft zur Verzweiflung treibt. Wer praktisch nichts besitzt, hat keinen guten Grund, auf die Gewalt zu verzichten (&#8230;).“ (aus: <em>Die Armut besiegen</em>)</p></blockquote>
<p><a href="http://www.buchhandlung-falk.de/shop/product_info.php?ref=336&amp;products_id=1848&amp;affiliate_banner_id=1" target="_blank">Social Business. Von der Vision zur Tat</a><br />
<a href="http://www.buchhandlung-falk.de/shop/product_info.php?ref=336&amp;products_id=1847&amp;affiliate_banner_id=1" target="_blank">Die Armut besiegen. Das Programm des Friedensnobelpreisträgers</a></p>
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		<title>Als ich unsichtbar war – Die Welt aus der Sicht eines Jungen, der 11 Jahre als hirntot galt</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 08:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexandra Sgro</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Arme und Beine nicht mehr bewegen zu können, das Sprachgefühl zu verlieren, tagelang vor sich hinzuvegetieren – für uns unvorstellbar, für Martin Pistorius jahrelang die grausame Realität. Im Alter von zwölf verliert der Südafrikaner völlig unerwartet die Lust am Essen, sein Erinnerungsvermögen, seine Fähigkeit zu sprechen. Die Ärzte sind machtlos. Sie halten seine Erkrankung für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/04/1846_0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1735" title="Als ich unsichtbar war" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/04/1846_0-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a>Arme und Beine nicht mehr bewegen zu können, das Sprachgefühl zu verlieren, tagelang vor sich hinzuvegetieren – für uns unvorstellbar, für Martin Pistorius jahrelang die grausame Realität. Im Alter von zwölf verliert der Südafrikaner völlig unerwartet die Lust am Essen, sein Erinnerungsvermögen, seine Fähigkeit zu sprechen. Die Ärzte sind machtlos. Sie halten seine Erkrankung für eine generative neurologische Störung, dessen Ursache und Prognose unbekannt ist. Martin Pistorius gilt fortan an als geistig und körperlich behindert.</p>
<p>Die folgenden Jahre werden für ihn und seine Familie zur Qual. Statt mit ihrem Sohn Fußball zu spielen oder am Haus zu werkeln, müssen sich seine Eltern und Geschwister fortan um die Pflege des Jugendlichen kümmern, der weder eigenständig essen noch sich verständigen kann. Jahrelang bleibt ihnen daher das Wunder verschlossen, dass Martin zwei Jahre nach seiner Erkrankung sein Bewusstsein wiedererlangt hat.<span id="more-1731"></span></p>
<p>Gefangen in seinem Körper, doch im Geiste hellwach: Angst, Frustration und Einsamkeit bestimmen Martins Leben. Um diese Momente zu überstehen, flüchtet sich der junge Mann jahrelang in eine Fantasiewelt. Bis er eines Tages der Pflegerin Virna begegnet. Sie ist festdavon überzeugt, dass Martin verstünde, was sie sage und auf seine eigene Art mit seiner Umwelt kommuniziere. Rund 14 Jahre nach seiner Erkrankung bekommt er erstmalig die Chance, mithilfe von Computersoftware und Symbolen mit anderen Menschen wieder in Kontakt zu treten.</p>
<p>Im Laufe der Zeit lernt er, seine spastischen Gliedmaßen wieder einigermaßen zu bewegen, bruchstückhaft lesen und schreiben und was es heißt, eigene Entscheidungen zu treffen. Martins Leben ändert sich vollkommen, als er 2008 seine zukünftige Ehefrau Joanna kennenlernt. Mit ihr kann er u. a über den Missbrauch in den Pflegeheimen sprechen.</p>
<p>„Als ich unsichtbar war“ – eine Biografie, die uns darüber nachdenken lässt, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen. Was es heißt, nie aufzugeben und sich glücklich zu schätzen, gesund zu sein. Ein Buch, das uns nach der Lektüre noch lang nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.</p>
<p><a href="http://www.buchhandlung-falk.de/shop/product_info.php?ref=335&amp;products_id=1846&amp;affiliate_banner_id=1" target="_blank">Im WebShop ansehen</a></p>
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		<title>Die Britannica, das Antiquariat und der Tod als Aufhören</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 08:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiquariat]]></category>

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		<description><![CDATA[FAZ-Blog: Antike und Abendland
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a title="Antike und Abendland" href="http://faz-community.faz.net/blogs/antike/archive/2012/03/27/die-britannica-das-antiquariat-und-der-tod-als-aufhoeren.aspx" target="_blank">FAZ-Blog: Antike und Abendland</a></p></blockquote>
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		<title>Zerstrittene „Volksgemeinschaft“</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 20:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Bordat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich lese gerade]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese gerade die Beiträge des Sammelbandes Zerstrittene „Volksgemeinschaft“. Glaube, Konfession und Religion im Nationalsozialismus, herausgegeben von Armin Nolzen und Manfred Gailus, erschienen 2011 im Verlag Vandenhoeck &#38; Ruprecht (Göttingen). Die Texte beleuchten das Verhältnis von Christenheit und Nationalsozialismus und schließen mit der Beantwortung der Frage, woran die Deutschen in der Nazi-Zeit glaubten, eine Forschungslücke. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/1844_0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1718" title="Zerstrittene „Volksgemeinschaft“. Glaube, Konfession und Religion im Nationalsozialismus" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/1844_0-180x300.jpg" alt="" width="180" height="300" /></a>Ich lese gerade die Beiträge des Sammelbandes Zerstrittene „Volksgemeinschaft“. Glaube, Konfession und Religion im Nationalsozialismus, herausgegeben von Armin Nolzen und Manfred Gailus, erschienen 2011 im Verlag Vandenhoeck &amp; Ruprecht (Göttingen). Die Texte beleuchten das Verhältnis von Christenheit und Nationalsozialismus und schließen mit der Beantwortung der Frage, woran die Deutschen in der Nazi-Zeit glaubten, eine Forschungslücke. Die Autoren leisten mit ihren Betrachtungen aus unterschiedlichen Blickrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Kirchen- und Religionsgeschichte in der dunkelsten Epoche Deutschlands.</p>
<p>Die vollständige Rezension wird in der Literaturkritik (Marburg) erscheinen, voraussichtlich in Nr. 4/2012 (April).</p>
<p><a href="http://www.buchhandlung-falk.de/shop/product_info.php/info/p1844_Zerstrittene--Volksgemeinschaft---Glaube--Konfession-und-Religion-im-Nationalsozialismus.html">–&gt; Im Webshop anschauen</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aus den Büchern, aus der Bibliothek &#8211; von der Freude Exlibris zu sammeln</title>
		<link>http://blog.buchhandlung-falk.de/aus-den-buchern-aus-der-bibliothek-von-der-freude-exlibris-zu-sammeln/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 19:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Rieger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiquariat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Exlibris (aus dem Lateinischen übersetzt „aus den Büchern, aus der Bibliothek“, weshalb die Vielzahl/der Plural auch Exlibris und nicht Exlibri heißt, auch Bucheignerzeichen, Bücherzeichen oder Bibliothekenzeichen genannt) ist ein kleines Einklebeblatt für Bücher, das den Besitzer kenntlich macht.
Sinn eines Exlibris war es ursprünglich, ein entliehenes Buch unversehrt zurückzuerhalten. Dazu reichte früher oft ein einfaches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Exlibris (aus dem Lateinischen übersetzt „aus den Büchern, aus der Bibliothek“, weshalb die Vielzahl/der Plural auch Exlibris und nicht Exlibri heißt, auch Bucheignerzeichen, Bücherzeichen oder Bibliothekenzeichen genannt) ist ein kleines Einklebeblatt für Bücher, das den Besitzer kenntlich macht.</p>
<p>Sinn eines Exlibris war es ursprünglich, ein entliehenes Buch unversehrt zurückzuerhalten. Dazu reichte früher oft ein einfaches Blatt nur mit (manchmal sogar ohne) der Schrift, z.B. „Exlibris Adam Becker“ (typographisches Exlibris) oder ein Blatt mit Schrift und Bild (graphisches Exlibris).</p>
<p>Die Blätter werden in der Regel auf der Innenseite (Spiegel) des vorderen Buchdeckels angebracht. Das Exlibris kann aber auch am Ende des Buches kleben, damit der Entleiher nach beendeter Lektüre weiß, wem er das Buch zurückzugeben hat.<span id="more-1697"></span></p>
<p style="text-align: left;">Exlibris im heutigen Sinne gibt es seit Beginn der Buchdruckerkunst. Vorläufer waren handgeschriebene Vermerke in mittelalterlichen Manuskripten, mit denen Mönche kundtaten, daß die Schrift ihrem Kloster gehört. Ab der Renaissance dokumentierte man sein Eigentum meist mit einem Wappen. Diese Blätter wurden mitunter von namhaften Künstlern gestaltet, etwa von Dürer oder Cranach dem Älteren, meistens sind die Künstler jedoch unbekannt. Das Schneiden (Holzschnitt) oder Stechen (Kupferstich) von Wappen galt als Handwerk, und der Auftraggeber erwartete nichts anderes als gute Arbeit.<a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/26506.jpg"><img class="size-medium wp-image-1698 aligncenter" title="Exlibris der Hofbibliothek von Brixen um 1580" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/26506-215x300.jpg" alt="" width="215" height="300" /></a></p>
<p>Mit der Auflösung der Ständegesellschaft und dem Aufstieg des Bürgertums änderte sich auch das Exlibris. Seit dem Rokoko, besonders aber ab der Aufklärung geht die Dominanz des Wappens zu Ende, weitere Motive kommen hinzu, etwa die Ansicht einer Bibliothek, antike Landschaften, Darstellungen aus der Natur oder Vorlieben der Besitzer.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/29960.jpg"><img class="size-medium wp-image-1702 aligncenter" title="Exlibris von Johann Carl Wilhelm Moehsen von 1757, Leibarzt von Friedrich des Großen - im Kamin brennende Bücher, die an seine 1753 abgebrannte Bibliothek erinnern sollen" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/29960-227x300.jpg" alt="" width="227" height="300" /></a></p>
<p>Nach dem Deutsch-Französischen Krieg und mit der Gründerzeit beginnt die Blüte des Exlibris. Ein Blatt auf den eigenen Namen zu haben, wurde Mode, in vielen Ländern wurden Exlibris-Gesellschaften gegründet, die Zeitungen, Jahrbücher und andere Publikationen herausgaben. Wer es sich leisten konnte, ließ sich ein Blatt von einem bekannten Künstler machen.</p>
<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/16666.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1708" title="Holzschnitt von Karl Schmidt-Rotluff von 1955" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/16666-153x300.jpg" alt="" width="153" height="300" /></a></p>
<p>So blieb es nicht aus, daß Exlibris nicht nur für Bücher bestimmt waren, sondern man begann, sie untereinander zu tauschen und zu sammeln. Dadurch verlor das Exlibris (vergleichbar mit der Briefmarke) seinen eigentlichen Sinn, bereitete Sammelnden aber durch Form- und Darstellungsvielfalt reichlich Freude. Für den puren Gebrauch genügte ein schlichter Buchdruck, für den Tausch mußte es eine Radierung, eine Lithographie oder ein Holzschnitt sein, möglichst vom Künstler signiert und durch eine limitierte Auflage verknappt. Nur wer Besonders anbietet, kann Gleichwertiges eintauschen.</p>
<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/30386.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1710" title="Exlibris von Mathilde Ade für Rudolf Krauss von 1917, der Entleiher seiner Bücher freundlich darauf hinweist, was mit ihnen geschieht, wenn sie das Buch nicht zurückgeben" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/30386-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></p>
<p>Dieses Prinzip hat sich bis heute erhalten. Man läßt sich ein originelles Blatt auf seinen Namen machen, behält ein paar Exemplare für sich selbst und vertauscht den Rest. So baut man sich seine Sammlung auf, ordnet die Blätter nach Künstlern oder Motiven, montiert sie auf Unterlegkartons und legt sie in Mappen ab &#8211; kurzum ein Sammelgebiet, das Lust und Laune macht.</p>
<p><em>Siehe auch <a title="www.antiquariat-rieger.de" href="http://www.antiquariat-rieger.de">www.antiquariat-rieger.de</a></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Adieu, Kindle &#8211; Von den Gefahren, die lauern, wenn man sich von Printprodukten verabschieden und auf eBooks umsteigen will</title>
		<link>http://blog.buchhandlung-falk.de/adieu-kindle-von-den-gefahren-die-lauern-wenn-man-sich-von-printprodukten-verabschieden-und-auf-ebooks-umsteigen-will/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 20:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Köllner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vermerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Jahr war ich beruflich sehr viel auf Reisen, und da ich im Handgepäck nur sehr wenig Platz für die Reiseliteratur hatte, schaffte ich mir nach einigen Recherchen im Frühsommer einen Kindle 3 (mit Tastatur und WLAN) an. Technisch wirkte das Gerät am ausgereiftesten, und mit Calibre sollte man damit auch EPUB und andere Formate [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Jahr war ich beruflich sehr viel auf Reisen, und da ich im Handgepäck nur sehr wenig Platz für die Reiseliteratur hatte, schaffte ich mir nach einigen Recherchen im Frühsommer einen Kindle 3 (mit Tastatur und WLAN) an. Technisch wirkte das Gerät am ausgereiftesten, und mit Calibre sollte man damit auch EPUB und andere Formate ins interne Mobi-Derivat umwandeln können, so daß ich annahm, dies würde ausreichen.</p>
<p>Zu der Zeit war für meine Lieferadresse Amazon USA zuständig, also bestellte ich dort das Gerät, das auch relativ zügig geliefert wurde. In der Folgezeit sparte ich schon einiges an Bücherregalplatz ein &#8211; eine Tatsache, die auch meine Frau sehr erfreulich fand.<span id="more-1690"></span></p>
<p>Im Sommer entdeckte ich dann, daß es für den Kindle auch &#8222;2600 &#8211; The Hacker Quarterly&#8220; als Abonnement gibt, und nach einem Insektenbefall, der mich zwang, große Teile meiner papierbasierten Bücher gleich komplett in den Umzugskisten zu entsorgen, war ich eigentlich entschlossen, komplett auf eBooks umzusteigen.</p>
<p>In der Zeit kamen bei mir erste Zweifel auf, ob der Kindle die richtige Plattform für meine Zwecke war, als sich herausstellte, daß ich viele der Bücher und Zeitschriften, die im deutschen Amazon-Store erhältlich sind, im US-Laden, an den mein Kindle gekettet war, nicht erwerben durfte.</p>
<p>Ende November bestellte ich dann noch probeweise ein eBook-Abonnement von Analog SF, da ich nach dem Wegwerfen des Kartons mit den 10 letzten Jahrgängen, inklusive einer Ladung Insekteneier und Larven, nicht mehr so enthusiastisch war, was das physische Aufbewahren von Papier anging.</p>
<p>Kurz darauf öffnete Amazon seinen Shop in Spanien, wo ich auch relativ schnell ein paar spanischsprachige Werke fand, die mich interessierten und die es bei Amazon.US nicht zu kaufen gab. Wenn man mit einem in den USA registrierten Kindle in einem der anderen nationalen Amazon-Läden etwas kaufen will, dann bekommt man als erstes eine Dialogbox serviert, die einen darüber aufklärt, daß man zum Kauf irgendwelcher eBooks dort seinen Kindle zu eben diesem Laden umregistrieren muß. Wenn man dem zustimmt, sieht man eine zweite Informationsbox, die einen darüber informiert, daß man damit sämtliche vorhandene Subskriptionen beendet &#8211; und zwar einschließlich des Rechts, auf zurückliegende Ausgaben zuzugreifen. Das fand ich einen geradezu haarsträubenden Eingriff in meine informationelle Freiheit &#8211; und das habe ich natürlich abgelehnt.</p>
<p><strong>Probe aufs Exempel</strong></p>
<p>Daraufhin schrieb ich dann an den Amazon-US-Kundendienst, um zu erfahren, was sie sich denn wohl dabei gedacht haben, mich mit ihrem Ladenkonzept von einem Großteil der verfügbaren Bücher abzuschneiden &#8211; und zwar egal, bei welchem Laden ich mein Gerät registriere. Die Antwort war höflich, aber leider keine Hilfe. Daraufhin erläuterte ich in einer Rückantwort noch einmal etwas eindringlicher, daß eine solche Beschneidung meines Zugangs zu weltweit vorhandenen Informationsquellen für mich überhaupt nicht akzeptabel ist. Schließlich setzt sich im worst case dieses Geschäftsgebaren durch und am Ende wird es unmöglich sein, irgendwelche Bücher zu kaufen, die außerhalb der eigenen Landesgrenzen auf den Markt kommen &#8211; die Horrorvorstellung einer intellektuell parzellierten Welt, in der es womöglich ein ernstes Vergehen sein wird, Bücher zu schmuggeln. Ansätze dafür sind ja vorhanden und werden stetig ausgebaut.</p>
<p>Da ich gesehen habe, daß es absolut nichts bringt, die Entscheidung hinauszuzögern, habe ich also die Probe aufs Exempel gemacht und im spanischen Amazon-Laden die Kindle-Version eines Buchs über die Gründung von Kooperativen gekauft &#8211; was nur möglich war, indem ich meinen Kindle in Spanien registrierte. Daraufhin entzog Amazon mir &#8211; und den Herausgebern &#8211; meine Subskriptionen des 2600 Magazins und des gerade frischen Analog SF&amp;F. In Spanien gibt es beide einfach nicht, und somit für mich keine Möglichkeit, sie neu zu bestellen. Das mehrmalige Wechseln ist ebenfalls versperrt:</p>
<blockquote><p>When you migrate from Amazon.com to Amazon.es, your kindle subscriptions on Amazon.com will be canceled as the subscriptions are bound to the device you register on our website. Since the subscriptions won&#8217;t get delivered to the device, they get canceled automatically.</p>
<p>I wanted to let you know that once you migrate from Amazon.com to Amazon.es and if you migrate back to Amazon.com, you won&#8217;t be able to migrate to Amazon.es again.<br />
Aus der letzten Antwort des Amazon Kundendienstes</p></blockquote>
<p>Seitdem stand es um meine Kundenzufriedenheit mit Amazon nicht gerade rosig. Vorgestern passierte dann etwas, was &#8222;dem Faß die Krone ins Gesicht schlug&#8220;: Amazon schickte mir Werbung für Kindle-Bücher im US-Shop, die ich nicht mehr kaufen darf!</p>
<p>Was passiert beim Schließen des Amazon-Accounts?</p>
<p>Daraufhin deregistrierte ich den Kindle von meinem Account und schrieb nochmals an den Amazon Kundendienst, daß ich nunmehr mein mehr als zehn Jahre altes Nutzerkonto bei Amazon weltweit schließen will. Heute kam nun die Antwort, daß sie das machen würden, aber ich sollte doch bedenken, daß ich dann auch den Zugang zu all den Zusatzdiensten verlieren würde:</p>
<blockquote><p>Here are some things to keep in mind:</p>
<p>&#8211; If you use your Amazon.com log-in on other sites (e.g., Endless.com, Audible.com, etc.), you&#8216;ll also lose access to those accounts.</p>
<p>&#8211; Any open orders you have will be canceled.</p>
<p>&#8211; If you have a remaining Amazon.com Gift Card balance, you won&#8217;t have access to use the funds.</p>
<p>&#8211; Returns and refunds can&#8217;t be processed for orders on closed accounts.</p>
<p>&#8211; You won&#8217;t be able to re-download the Kindle content purchased on this account.</p>
<p>&#8211; Your Amazon Payments account will be closed and can&#8217;t be reopened.</p>
<p>&#8211; You&#8216;ll no longer have access to your Associates, Amazon Web Services, Corporate, Seller, Author Central, and/or Mechanical Turk accounts.</p>
<p>&#8211; If you have an Amazon Web Services account, please contact AWS customer support for assistance with closing your AWS account [&#8230;]</p></blockquote>
<p>Nun, einiges davon ist ja durchaus verständlich, aber insgesamt macht das wohl deutlich, in welche Gefahren man sich begibt, wenn man sich auf dieses Geschäftsmodell einlässt. Ich habe lediglich so etwas über 20 Bücher verloren, die ich mir neu kaufen müßte, wenn ich sie noch mal auf einem freien eBook-Reader lesen wollte, ansonsten habe ich keine Verflechtungen bei Amazon genutzt.</p>
<p>Wenn ich in einer Welt, die durch Amazon mit eBooks versorgt würde, all meine Interessengebiete abdecken wollte, müßte ich mir ein halbes Dutzend Kindles unter konspirativen Adressen in allen betreffenden Läden registrieren und müßte statt Büchern meine internationale Kindle-Sammlung auf Reisen mitschleppen.</p>
<p>Nicht auszudenken, wenn ich nach vielleicht 20 Jahren intensiver Kindle-Nutzung einen Grund hätte, mein Konto bei Amazon zu schließen &#8211; Dagegen nähme ich doch gerne immer wieder mal eine kleine Insektenplage in Kauf. Zur Zeit bin ich allerdings doch noch mal auf der Suche nach einem technisch geeigneten EPUB-Reader ohne Vendor-Lock-in mit irgendeiner Buchkette.</p>
<p>Der Artikel steht unter der CC-Lizenz <a title="CC" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/" target="_blank">Namensnennung 3.0 Deutschland</a>.</p>
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		<title>Anderswo :: Beleidigung des Lesers</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 08:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Verlage beschäftigen heutzutage kaum noch Korrektoren. Mit verheerenden Folgen: Mittlerweile gibt es kaum noch Bücher, die verlässlich druckfehlerfrei sind.
Deutschlandradio &#8211; politisches Feuilleton
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verlage beschäftigen heutzutage kaum noch Korrektoren. Mit verheerenden Folgen: Mittlerweile gibt es kaum noch Bücher, die verlässlich druckfehlerfrei sind.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1701622/" target="_blank">Deutschlandradio &#8211; politisches Feuilleton</a></p>
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		<title>Erkenntnis des Vollkommenen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 19:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Bordat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich lese gerade]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese gerade das Buch Erkenntnis des Vollkommenen. Wege der Vernunft zu Gott des Philosophen Josef Seifert, erschienen 2010 im Lepanto-Verlag (Bonn). Meiner Ansicht nach ein großartiges Werk, das den religiösen Glauben des Christen mit vernünftigen Gedanken durchdringt – ein Text von großer philosophischer Erkenntniskraft.
Daß zwischen Glauben und Wissen, zwischen Religion und Wissenschaft kein Widerspruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/1823_0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1682" title="1823_0" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/1823_0-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Ich lese gerade das Buch Erkenntnis des Vollkommenen. Wege der Vernunft zu Gott des Philosophen Josef Seifert, erschienen 2010 im Lepanto-Verlag (Bonn). Meiner Ansicht nach ein großartiges Werk, das den religiösen Glauben des Christen mit vernünftigen Gedanken durchdringt – ein Text von großer philosophischer Erkenntniskraft.</p>
<p>Daß zwischen Glauben und Wissen, zwischen Religion und Wissenschaft kein Widerspruch besteht, ist von prominenten Vertretern beider Orientierungsformen schon oft behauptet worden. Vernunft kann weder von der Kirche noch von der Universität exklusiv für den je eigenen Zugang zur Welt reklamiert werden. Darin besteht große Einmütigkeit. Der Verfasser, zuletzt Professor in Santiago de Chile, geht einen Schritt weiter, indem er – das „allgemeine Vorurteil“ (Hegel) einer Unmöglichkeit des Gottesbeweises nach Kants „kopernikanischer Wende“ in der Erkenntnistheorie bewußt überwindend – der Frage nachspürt, ob sich der Gegenstand von religiösem Glauben, also: Gott, mit den Mitteln der Vernunft, also: durch Denken, ergründen lasse.</p>
<p>Seifert schließt dabei an Thomas von Aquins bejahende Antwort an, rekonstruiert diese nach eigener Art, ergänzt die Fünf Wege des Aquinaten um zwei neue Wege der Gotteserkenntnis (Beweis aus der moralischen Ordnung der Welt und Beweis aus der Liebe), um schließlich zum ontologischen Gottesbeweis hinzuführen, dem, wie er sagt, Achten Weg. Lesenswert!</p>
<p>Die vollständige Rezension  ist <a href="http://jobo72.wordpress.com/2012/02/23/philosophische-erkenntniskraft/">hier</a> zu finden.</p>
<p><a href="http://www.buchhandlung-falk.de/shop/product_info.php/info/p1823_Erkenntnis-des-Vollkommenen--Wege-der-Vernunft-zu-Gott.html">–&gt; Im Webshop anschauen</a></p>
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		<title>Sammelobjekt &#8211; Reclams Universal-Bibliothek</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 14:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Falk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antiquariat]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Text von Dr. Karl-Heinz Fallbacher wurde mit freundlicher Genehmigung des Verlags dem Band Die Welt in Gelb. Zur Neugestaltung der Unversal-Bibliothek1 entnommen.
Wie viele Reclam-Sammler es geben mag? Schwer zu sagen. Nimmt man die Anzahl der auf ZVAB antiquarisch angebotenen Bände der Universal-Bibliothek als Maßstab, dann kann der Markt nicht groß sein, aber vermutlich werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="highslide" onclick="return vz.expand(this)" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/cover_die_welt_in_gelb.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1668" title="cover_die_welt_in_gelb" src="http://blog.buchhandlung-falk.de/wp-content/uploads/2012/03/cover_die_welt_in_gelb-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a>Der Text von Dr. Karl-Heinz Fallbacher wurde mit freundlicher Genehmigung des Verlags dem Band <em>Die Welt in Gelb. Zur Neugestaltung der Unversal-Bibliothek</em><sup><a href="http://blog.buchhandlung-falk.de/sammelobjekt-reclams-universal-bibliothek/#footnote_0_1663" id="identifier_0_1663" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kann kostenfrei hier bestellt werden.">1</a></sup> entnommen.</p>
<p>Wie viele Reclam-Sammler es geben mag? Schwer zu sagen. Nimmt man die Anzahl der auf ZVAB antiquarisch angebotenen Bände der Universal-Bibliothek als Maßstab, dann kann der Markt nicht groß sein, aber vermutlich werden Reclam-Hefte eher auf Flohmärkten gehandelt. Einen Angebotsmangel kann es angesichts der Millionen Bände, die in der langen Geschichte der UB gedruckt wurden, jedenfalls nicht geben. Dem Verlag selbst werden immer wieder einzelne  alte Ausgaben angeboten, und Ende der 80er Jahre hat er aus einem Nachlaß tatsächlich einmal eine große, ziemlich vollständige und guterhaltene Sammlung der Universal-Bibliothek aus Leipziger Vorkriegszeiten angekauft. Umgekehrt gehen im Verlag regelmäßig Anfragen nach bestimmten, im Handel nicht mehr erhältlichen Bänden ein, die sich allerdings meist auf nach 1945 erschienene Titel beziehen, auf Bände, die man selbst vielleicht in der Schulzeit gelesen hat und die man jetzt gerne wieder besitzen möchte. Der Verlag selbst kann bei Anfragen nach alten Bänden nur in Ausnahmefällen direkt helfen, aber er weiß jemanden zu nennen, der viele dieser Wünsche tatsächlich erfüllen kann: Georg Ewald in Frankfurt.<span id="more-1663"></span></p>
<p>Wie es dazu kam, daß Georg Ewald zum »Special-Antiquar fast sämmtlicher Werke aus der historischen Produktion« wurde, wie es eine Anzeige im Reclam-Gesamtverzeichnis des Jahres 1987 formulierte, das hat er 2006 in einem kleinen Aufsatz selbst erzählt. Er heißt <a title="Geschichte meiner sammlung" href="http://www.antiquariat-ewald.de/reclam.html"><em>Die Geschichte meiner Sammlung</em></a> und wurde, wie könnte es anders sein, in einem UB-Band veröffentlicht, einem Band, der 2006 unter dem Titel <em>Reclam. Die Kunst der Verbreitung</em> als Katalog der »Ausstellung der Sammlung Georg Ewald« im Klingspor Museum in Offenbach erschien – aber das gehört eigentlich schon zum zweiten Teil der Geschichte.</p>
<p>1982, so berichtet Georg Ewald dort, hatte er sein Antiquariat in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung im zweiten Stock eines Wohn-und Geschäftshauses in der Mitte von Frankfurt eröffnet. Als »Schaufenster« diente eine angemietete Vitrine in einer U-Bahn-Station. Reclam war damals noch keineswegs der bevorzugte oder gar einzige Sammlungsgegenstand. Diese Spezialisierung nahm erst zwei oder drei Jahre später ihren Anfang, als Ewald anläßlich der Buchmesse die Geschichte eines Verlages präsentieren wollte und feststellte, für dieses durchaus anspruchsvolle Vorhaben am besten mit Reclam-Bänden ausgestattet zu sein. Georg Ewald hatte sein Thema gefunden, nahm Kontakt zum Verlag auf und arbeitete sich in die Geschichte des Hauses ein. Daneben mußten natürlich vor allem die Bestände erweitert werden. Durch Zufall ergab sich der Kontakt zu einem Herrn aus München, der von seinem Vater eine umfangreiche Reclam-Sammlung geerbt hatte und sie verkaufen wollte. Da ein Versand der Sammlung in ihren eigens angefertigten zwanzig Kartons nicht in Frage kam, verabredete man sich zur Übergabe an einem Autobahnparkplatz, wo dann, zwar sicher nicht bei Nacht und Nebel, aber doch ein wenig abenteuerlich, Reclam-Hefte gegen D-Mark-Scheine gewechselt wurden. Eine Liste dieser ersten großen Ankaufsaktion von etwa 6600 Bänden existiert noch.</p>
<p>»Sehr schnell erkannte ich«, schreibt Ewald in seinem Beitrag, »daß diese Bestände der Universal-Bibliothek von besonderer Qualität waren. Die meisten Exemplare waren unaufgeschnitten und alle Bände bestens erhalten. Außerdem enthielt die Sammlung viele Titel, die nur in kleiner Auflage erschienen waren. Dies war der Grundstock meiner jetzigen Sammlung.« Über die Schaltung von Börsenblatt-Anzeigen und den sich mit der Zeit ergebenden Kontakten zu anderen Antiquaren, die froh waren, ihrerseits die kleinen Bändchen abgeben zu können, wuchs die Sammlung. Zuerst konzentrierte Georg Ewald sich auf Erstauf lagen und veränderte Neuauf lagen, rasch aber entdeckte er den Reiz der Bände mit Lese- oder Lebensspuren: von Schülern bekritzelt, von Theaterleuten bearbeitet, von Künstlern gestaltet, von Institutionen bestempelt. Dazu kamen, als dritter Sammlungsschwerpunkt, die Werbemittel des Verlages. Zu sehen und zu haben war das alles in Ewalds kleinem, von oben bis unten mit Büchern vollgestopftem Laden in der Großen Bockenheimer Straße, im Zentrum von Frankfurt, zwischen Bankentürmen und Alter Oper.</p>
<p>Mit dem Sammeln – und Verkaufen! – von Reclam-Bänden hatte es aber keineswegs sein Bewenden. Georg Ewald hat seine Schätze und seine über die Jahre erworbenen Kenntnisse immer wieder ausgebreitet: Legendär sind die Reclam-Abende, die seit 1989 immer am Buchmessen-Freitag in einem zum Café umgestalteten Nebenraum des Antiquariats stattfanden. Mitarbeiter, Vertreter und Freunde des Verlags saßen eng gedrängt zwischen dem schon aufgebauten italienischen Buffet und der sich bereithaltenden Jazzband und lauschten einem kurzen Vortrag Georg Ewalds, der die in ein paar Vitrinen ausgestellten interessantesten Neuzugänge seiner Sammlung und andere besondere Objekte erläuterte. Den Reclam-Abend, das Buchcafé und auch das Ladenlokal in der Fressgass gibt es nicht mehr. Die Sammlung Ewald aber ist höchst lebendig und in den letzten Jahren immer wieder an prominenten Orten ausgestellt worden. Den Anfang machte 2006 das Offenbacher Klingspor Museum; aus diesem Anlaß erschien der schon erwähnte UB-Sonderband. Seither ist die Ausstellung, in jeweils veränderter, den aktuellen Möglichkeiten und der Entwicklung der Sammlung angepaßter Form immer wieder präsentiert worden. 2007 in der Universitätsbibliothek Bern, 2008 in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und im Herbst/Winter 2011/2012 auf Schloß Wernigerode im Harz, dem »Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts« – weitere Ausstellungen sind bereits in Planung. Auf seiner Website informiert der Verlag darüber. Und wer die aktuelle Adresse von Georg Ewald sucht, der findet sie ebenfalls dort – wie es sich gehört im Bereich »Fans«.</p>
<p>Der Band <em>Die Welt in Gelb. Zur Neugestaltung der Unversal-Bibliothek 2012</em> kann <a title="Die Welt in Gelb" href="http://blog.buchhandlung-falk.de/die-welt-in-gelb-2/">hier kostenfrei</a> bestellt werden.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1663" class="footnote">Kann kostenfrei <a href="http://blog.buchhandlung-falk.de/die-welt-in-gelb-2/" target="_blank">hier</a> bestellt werden.</li></ol>]]></content:encoded>
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