Das schlechte Gewissen können wir kaufen

29. März 2011 | 0 Kommentare

Lesetip: Ein apokalyptischer Roman, der die humanitäre Illusion zum Platzen bringen wollte (Lorenz Jäger): Heerlager der Heiligen

„Die Landung der Schiffe markiert in dem Roman eine welthistorische Wende. Raspail beschreibt das Ende der säkularen und christlich geprägten Kultur des Abendlandes nach zweitausend Jahren. Es ist möglich geworden durch die Bevölkerungsentwicklung in den materiell armen Ländern des Südens und dem erloschenen Selbstbehauptungswillen der Menschen und Institutionen in Europa. Die französische Republik der Aufklärung hat, so der katholische Monarchist Raspail, das Vaterland der Franzosen verraten.“ (Lorenz Jäger)

Auf den Spuren eines Juden, der katholischer Priester wird

17. September 2009 | 0 Kommentare

Konvertiten, bin ja selbst einer, interessieren mich. Vor allem jene zur heiligen katholischen Kirche. Der Hanser Verlag verlegte Anfang des Jahres den Roman Daniel Stein von Ljudmila Ulitzkaja, dieser handelt von einem Konerviten.

Der Roman beruht auf Tatsachen und erzählt die Geschichte über einen polnischen Juden, der in Gestapo-Uniform getarnt und als Partisan in Weißrußland Hunderten von Juden das Leben rettete, und nach dem Zweiten Weltkrieg als katholischer Priester nach Israel ging. Oswald Rufeisen hieß er, als Mönch wurde er Bruder Daniel genannt. » weiter … «

The Power and the Glory – Die Kraft und die Herrlichkeit

28. April 2009 | 0 Kommentare

Es gibt einige Romane die mich zutiefst beeindruckten. Einer davon handelt von einem Priester während der Verfolgung in Mexiko. The Power and the Glory – Die Kraft und die Herrlichkeit von Graham Greene 1940 zuerst in London erschienen.

„Die Spannung des Buchs entsteht durch den Kontrast zwischen den in ihrer Stagnation gefangenen Nebenpersonen und dem sich entwickelnden Priester, dessen Flucht sich an die Kreuzwegstationen Jesu anlehnt. Der in Kauf genommene Tod ist nur letzte Konsequenz dieses Sinnfindungsprozesses, der den Charakter einer Lebensbeichte annimmt.“ (Das Buch der 1000 Bücher)

Das Buch verkaufte sich in den Kriegsjahren nur schleppend, wurde aber in den folgenden Jahren von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen und zweimal verfilmt (1947, 1967). Greene schrieb außerdem eine Bühnenfassung des Buchs.

Der dtv verlegt seit einigen Jahren den Roman – wir haben ihn heute wieder mal ins Sortiment aufgenommen und möchten ihn wärmstens empfehlen.

(Jens Falk)

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